Gesundheit und Pflege
Schon und gerade Schwangere können viel für die Gesundheit ihres Ungeborenen tun. Und Säuglingspflegekurse bieten ihnen an, sich bereits jetzt auch auf die Pflege ihres Kindes vorzubereiten. Aber während das Kind im Bauch eine Mutter braucht, die es mit wichtigen Nährstoffen versorgt und vor Giftstoffen schützt, ist es nicht angewiesen darauf, dass seine Eltern mit Puppen wickeln üben und Erstlingsausstattungslisten studieren.
Nichtsdestotrotz ist das Nachdenken über Säuglingspflege nicht so unwichtig, wie man meinen könnte. Zwar ist, wenn Eltern ihr Kind und seine Bedürfnisse beobachten und auf ihre natürlichen Fähigkeiten vertrauen, bereits das Wichtigste getan. Trotzdem lohnt sich auch als geübte Eltern, die eigenen Verhaltensweisen regelmäßig zu hinterfragen. Warum ist z.B. Babynahrung aus ökologischem Anbau selbstverständlich geworden, nicht aber Babykleidung, Cremes und Windeln? Und wo die eigenen Gedanken nicht weiterführen, ist schlicht Expertenrat nötig. Ich z.B. habe meine Kinder beim Wickeln stets an ihren Beinen hoch gezogen und nicht von meinem Arm gestützt hochgedrückt. Dies gilt aber als hüftschädigend und wäre ich in einen Säuglingspflegekurs gegangen, statt über ihn zu lästern, hätte ich das wohl erfahren.
Auch war ich nicht in einem Erste-Hilfe-Kurs für Kinder, aber darauf war ich nie stolz. Denn damit sind wir beim Thema Gesundheit. Und während wir uns darüber streiten können, wie sauber unsere Kinder sein sollen, wünschen wir ihnen alle Gesundheit. Zu fragen ist dann, ob und durch welche Impfungen wir diese absichern und wie wir mögliche Krankheiten behandeln (lassen) wollen. Und verweist nicht auch dieses Thema letztlich wieder auf die Pflege unserer Kinder? Denn unser Hauptbeitrag zur Gesundheit unserer Kinder besteht doch darin, sie gesund zu ernähren, für Bewegung und frische Luft zu sorgen und für ihr Glück.
