Badebabys
Seine erste Lebensmonate hat jeder Mensch, und ist er heut auch noch so schmutzig, im Wasser verbracht. Hier hat er sich zu bewegen und zu fühlen gelernt. Einem Neugeborenen ist Wasser also alles andere als fremd. Aber eine Badewanne ist keine Gebärmutter.
Eine Badewanne ist eine Badewanne. Und baden sollten Neugeborene erst, wenn ihr Nabel abgeheilt ist. Und auch dann nicht zu oft. Denn Babyhaut ist dünn und empfindlich. Selbst Wasser greift den sich gerade entwickelnden Säureschutzmantel unnötig an. Die Haut trocknet aus. Da andererseits kleine Babys noch wenig Möglichkeit finden, sich schmutzig zu machen, genügt es, Babys einmal wöchentlich zu baden. Durch eine Tasse Milch und einen Esslöffel Olivenöl im Badewasser lässt sich der Haut des Babys wieder Fett zuführen. Auch andere rückfettende Badezusätze können sinnvoll sein. Hier ist aber wiederum auf unerwünschte Zusatzstoffe zu achten.
Babys sind besonders temperaturempfindlich. Rasche Temperaturwechsel, ein Zuviel genauso wie ein Zuwenig an Wärme überfordern den kleinen Organismus. Die Wassertemperatur sollte 37 Grad, die Lufttemperatur beim Baden etwa 22 Grad betragen. Das Badevergnügen sollte nach fünf Minuten langsam sein Ende finden.
Und damit es bis dahin tatsächlich ein Badespaß war, werden allerlei Badeprodukte angeboten. Unterschiedliche Badewannen, speziell geformte Badeeimer und Badewanneneinsätze wollen das Baden für Eltern entspannter machen und das Baby an die Zeit in der Gebärmutter erinnern. Letztlich erinnert aber doch wohl nichts so sehr an den Mutterleib wie die Mutter selbst. Mütter dürfen also getrost auf Hilfsmittel verzichten und ihre Kinder in der Wäschewanne baden.
