Stillen

Gestillt werden sollen unsere Kinder. Bis zum sechsten Monat liefert Muttermilch den Säuglingen alle Nährstoffe, die sie brauchen, und in der richtigen Zusammensetzung. Außerdem senkt Muttermilch das Allergierisiko nachweislich und versorgt Kinder mit den körpereigenen Abwehrstoffen ihrer Mütter. Und das mit Wirkung bis hinein ins Schulalter. Auch für die Mutter bietet das Stillen Vorteile. Das Hormon Oxytocin wird vermehrt ausgeschüttet, was die Rückbildung der Gebärmutter begünstigt und das Risiko für Wochenbettfieber verringert. Außerdem ist Stillen preiswert und praktisch und hilft derjenigen, die abnehmen möchte. Um etwa 600 kcal am Tag steigt der Kalorienverbrauch durch das Stillen im Durchschnitt.

Und vergessen wir nicht die Stärkung der Mutter-Kind-Bindung. Das Kind eng am eigenen Körper, gesäugt und genährt durch die Frau. Stillen transportiert als Urbild von Mutterliebe, letztlich eine Werbebotschaft. Nicht immer und nicht für jede Frau fühlt sich stillen aber so rosarot an. Ein auch noch so geliebtes Kind an wunden Brustwarzen ist unangenehm bis schmerzhaft. Schlaflose Nächte sind zermürbend. Viele Frauen fühlen sich im Laufe ihrer Stillbeziehung irgendwann schlicht ausgesaugt. Aber auch damit ist das Stillen ein überzeugendes Bild für jede Mutter-Kind-Beziehung. Und das sind Sie jetzt, Mütter, meine Damen. Also halten Sie durch. Auf ein Stilltief folgt häufig ein Stillhoch. Und wer ihr Kind partout nicht mehr stillen möchte (können können die allermeisten), hält es eben samt Milchflasche eng an ihrem Körper.


Laufgitter.de  Impressum  Kontakt  Sitemap