Antibiotika
Antibiotika werden ausschließlich bei bakteriellen Infektionen eingesetzt. Bakterien sind im Gegensatz zu Viren nämlich Organismen, die über einen eigenen Stoffwechsel verfügen. In diesen greifen Antibiotika ein, hemmen so das Wachstum und können Bakterien abtöten.
Dabei unterscheiden Antibiotika in ihrem Kampf gegen Bakterien allerdings nicht zwischen den krankheitserregenden Bakterien und anderen, die gerade zur Gesundheit beitragen. Von den Schäden für die Darmflora ist in diesem Zusammenhang immer wieder zu hören. Nebenwirkung von Antibiotika sind deshalb häufig Darmprobleme. Aber die Wirkung auf die Darmflora ist dabei noch deutlich langfristiger und folgeträchtiger. Denn der Darm spielt eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem. Wird die Darmflora geschädigt, ist das Immunsystem geschwächt. Ein Medikament, das das Abwehrsystem unserer Kinder angreift, aber ist wenig vertrauenserweckend.
Gerne gibt man seinen Kindern Antibiotika also sicher nicht. Doch bleibt es dabei, dass viele Krankheiten, die schwerwiegende Folgeschäden nach sich ziehen könnten, wirksam durch Antibiotika bekämpft werden können. Die bakterielle Angina zum Beispiel ist eine starke Halsentzündung, die unbehandelt Herz-, Nieren- und Gelenkerkrankungen nach sich ziehen kann. Antibiotika sind in diesem wie in vielen anderen Fällen schlicht das kleinere Übel.
Schwierig hat man es als Laie. Ob eine Antibiotikabehandlung nötig ist, entscheidet der Arzt. Auf dessen Urteil und sorgsamen Umgang mit Medikamenten muss man also vertrauen können. Und hat man einen Arzt seines Vertrauens gefunden, sollte man das auch. Das gewählte Antibiotikum muss im vorgeschriebenen Zeitraum genommen werden, um tatsächlich wirksam sein zu können. Aber auch, um Antibiotikaresistenzen zu verhindern. Also um zu verhindern, dass die Bakterien widerstandsfähig gegen das Antibiotikum werden und damit nicht mehr wirksam bekämpft werden können.
Nach Abschluss der Behandlung kann mit der Darmsanierung begonnen werden. Der Darm sollte von Medikamentenrückständen und anderen Ablagerungen befreit und die Darmflora gezielt wieder aufgebaut werden. Schon eine ballaststoffreiche Ernährung und die Reduzierung tierischer Fette und Eiweiße sind sehr hilfreich. Zudem sollte der Zuckerkonsum auf ein Minimum beschränkt werden, da jeder Zucker ein extremer Säurebildner ist und somit ein ideales Milieu für aggressive Bakterien und Pilze bereitet. Auch Joghurt gilt als förderlich, da er dem Darm selbst nötige Bakterien zufügt. Gute Besserung und guten Appetit.
