Ein gesunder Lebenswandel:
Bewegung und Entspannung
Bewegung ist die Grundlage der körperlichen und geistigen Entwicklung unserer Kinder. Und Kinder sind aktiv. Sie brauchen nur die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Ein immer artig still sitzendes Kind sollte kein Erziehungsziel sein. Aber bequem ist es natürlich. Nun backe ich auch lieber mit meinen Kindern Plätzchen, als dass ich fangen spiele. Das, was man meinen Schweinehund nennt, ist dahingehend riesig.
Aber wenn man die Entwicklung eines Kindes begleitet hat, das ewige Robben oder Krabbeln oder Laufen, das ewige Klettern, das ständige Hinfallen und Wiederaufrichten, dann möchte man doch die Geburtsstunde ihrer Schweinehunde hinausschieben, statt ihnen mit Videospielen und Fernsehsendungen ein Nest zu bauen. Dann baut man doch lieber Rituale ein in den eigenen Alltag, an denen nicht vorbeizukommen ist. Der gemeinsame Fußweg zum Kindergarten bedeutet ein eine Stunde früheres Aufstehen. Die Allwetterstunde draußen am Nachmittag bedeutet tägliche Vorflurreinigung und Wäscheberge. Und im Winter vergehen Stunden, bis alle wetterfest eingepackt sind und gerade, wenn man schon erleichtert aufatmet, möchte immer jemand zur Toilette. Aber es lohnt sich bestimmt. Bewegte Kinder sind ausgeglichener, glücklicher und gesünder und bewegte Eltern auch. Im Übrigen lässt sich ja auch in der Wohnung eine Tobeecke einrichten. Da bleibt die Kleidung trocken und sauber, wenn auch der Lärm die Nerven und Nachbarn reizt.
Und Gott sei dank brauchen ja auch Kinder Ruhe und Entspannung. Wer bewegte Kinder hat, braucht kein Fernsehgerät um Kinder ruhig zu stellen. Die Erschöpfung kommt von ganz allein und Ruhe kehrt ein. Kinder träumen sich in andere Welten, sie gucken Bilderbücher an oder malen oder puzzeln oder dösen oder schlafen. Ruhepausen braucht jeder.
