Wickeln
Da steht eine Nachbarin vor meiner Tür und fragt meine vierjährige Tochter nach ihrer Puppe. Sie will das Windelnwechseln üben. Wäre meine Nachbarin hochschwanger, wäre ich schon überrascht. Das Kind meiner Nachbarin ist vier Wochen alt.
Für den Kinderpo benötigt der oder die Wickelnde zunächst warmes Wasser und einen Waschlappen. Auf Feuchttücher sollte wegen der Zusatzstoffe nur unterwegs zurückgegriffen werden. So weit, so einfach. Und dann natürlich: die Windel. Wer Wegwerfwindeln benutzt, kann über meine Nachbarin nur schmunzeln. Die Handhabung ist denkbar einfach und erschließt sich selbst. Im Anschluss landet die Windel im Müll. Das war´s.
Der Müllberg, der dabei produziert wird, ist aber riesig mit der Zeit und beträgt schon fast eine gefüllte Mülltüte am Tag. Schön, dass viele Eltern auf Stoffwindeln zurückgreifen. Hier gibt es eine große Auswahl von der italienischen Bindewindel bis zum Kalifornischen Baumwollhöschen. Sie sind unterschiedlich schwierig in der Handhabung und so manche Motivierte ist schon an ihnen gescheitert. Denn bei einigen Modellen hängt die Auslaufsicherheit der Windel von der Geschicklichkeit der Wickelnden ab. Das sind nicht immer gute Voraussetzungen.
Dazu kommt der Wasch- und Trockenaufwand. Hier kann aber Unterstützung durch Windeldienste in Anspruch genommen werden. Günstiger als die Wegwerfwindeln bleiben die Stoffwindeln trotzdem. Da lohnt sich das Üben.
