Wickelauflagen
Viel falsch machen kann man nicht beim Kauf einer Wickelauflage, sollte man meinen. Bequem werden sie wohl alle sein. Schutz vor dem Herunterkugeln vom Wickelplatz bieten weniger sie, als die Wickelplätze selbst. Und so gilt es nur, die verwendeten Materialien zu beachten. Aber hier nun zeigt sich die Unzulänglichkeit vieler Auflagen.
Im Handel werden Wickelauflagen mit Füllungen aus Schaumstoff, Synthethikvlies und selten Baumwolle angeboten. Obermaterial ist zum Beispiel beschichtete oder unbeschichtete Baumwolle. Besonders beliebt sind Auflagen, deren Obermaterial aus abwaschbarem Kunststoff besteht. Angesichts von Babyurin und -stuhl, das in rauen Mengen über diese Oberfläche fließen wird, ist das mehr als verständlich. Allerdings sind es gerade diese Materialien, die meist mit bedenklichen Stoffen belastet sind. Noch 2002 waren nach einer ÖKO-TEST-Untersuchung mit Ausnahme einer solchen Auflage, alle Testmodelle mit Kunststoffüberzug durch Phthalate belastet, bedenklichen Weichmachern, die unter anderem im Verdacht stehen das Hormonsystem zu beeinflussen. 2005 wurden zwar besonders bedenkliche Phthalate in Babyartikeln durch das Europäische Parlament verboten, aber auch die nun verwendeten Weichmacher sind selten unbedenklich. Umweltschädlich werden die Kunststoffauflagen außerdem durch ihren PVC/PVDC-Gehalt. Leider sind auch die Auflagen ohne Kunststoffe nicht immer schadstofffrei. Der Baumwollbezug allein garantiert nicht die Qualität eines Modells. Zudem sind auch die Füllungen nicht selten belastet. In Polyesterfüllungen z.B. stecken allzu oft unnötig hohe Rückstände des giftigen Halbmetalls Antimon. ÖKO-TEST empfiehlt von 17 im September 2010 getesteten Produkten nur die „Prolana Wickelauflage Bobo“ aus Bio-Baumwolle. Sie wurde mit sehr gut bewertet.
