Die Wickelkommode
Die Wickelkommode gehört sicher zu den meist gekauften Babymöbeln. Aber auch zu den Unspektakulärsten. Die allermeisten Wickelkommoden ähneln einander sehr und wirken alle gleichermaßen harmlos, sodass der Preis, die Ästhetik und spätere Verwendungsmöglichkeiten die Kaufentscheidung vieler Eltern bestimmen. Dabei gibt es durchaus noch anderes zu berücksichtigen.
Zunächst muss ein Wickeltisch genügend Stauraum für alle Wickelutensilien und eine den elterlichen Rücken entgegenkommende Höhe bieten (zwischen 85 und 92 Zentimetern). Weshalb sonst sollte man sich eigens ein Wickelmöbelstück anschaffen? Legt man sein Kind aber nun in solche Höhen, muss es geschützt werden. Immer von der Hand des Wickelnden, aber auch vom Wickeltisch selbst. Deshalb sollte die Wickelfläche ausreichend Platz bieten, etwa 70 x 80 Zentimeter. Die Seitenteile müssen ausreichend erhöht sein und stabil noch dazu. Aber bei Weitem nicht alle Wickelkommoden halten Belastungen stand.
Groß und stabil haben also die Wickelkommoden zu sein, die wir kaufen. Und da haben wir sie. Die typisch riesenhaften Wickelungetüme. Für so eines muss in einer Wohnung erst einmal Platz sein. Und wozu eigentlich Geld investieren? Für die zwei bis drei Wickeljahre? Auf dem Bett wickelt es sich auch nicht unbequem.
Wer nie großes Interesse am Wickelkommodenkauf entwickeln konnte, der kann sich vom ÖKO-TEST bestärken lassen. Nach Testergebnissen aus dem Jahr 2010 gast der Großteil der geprüften Kommoden krebserregende Formaldehyde aus. Auch durch flüchtige organische Verbindungen (VOC) belasten viele Wickeltische die Raumluft. Der Blaue Engel für "Emissionsarme Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen" ist hier ein Gütesiegel, das beim Kauf schadstoffarmer Wickelkommoden eine Hilfe sein kann. Auch das Goldene M ist ein Gütesiegel, das die Schadstoffprüfung miteinbezieht. Erst prüfen, dann kaufen.
