Windelpilze

Beim ersten Auftreten wird er häufig mit einem wunden Po verwechselt. Soor, Windelpilz. Aber gerade an den Rändern der stark geröteten Hautflächen ist er dann doch zu erkennen. Dort scheint die Haut schuppig, pustelig, fleckig. Ungesund auf jeden Fall.

Möglichst zügig sollten Eltern gegen diesen Kinderpöterfeind nun vorgehen. Denn so ein Pilz ist schmerzhaft und wird immer schmerzhafter. Ein Kinderarzt kann eine Salbe in der richtigen Konzentration verschreiben und die wirkt oft Wunder.

Aber der Pilz war ja nicht grundlos da und so folgt bald die nächste Infektion und immer wieder, solange nicht vorbeugend vorgegangen wird. Soor ist ansteckend. Er wird entweder direkt durch Berührung oder indirekt durch Nahrungsmittel oder Hygieneprodukte übertragen.

Häufig ist der Pilz im Stuhl. Entsprechend wichtig ist das schnelle Windelwechseln. Begünstigt wird Soor auch durch Feuchtigkeit und also durch Urin. Volle Windeln sind also so oder so zu wechseln. Aber auch nach dem Wickeln selbst sollte auf einen trockenen Po geachtet werden. Der Po ist möglichst mit klarem Wasser zu reinigen und hinterher gut, nicht aber grob abzutrocknen. Seifen begünstigen Pilze. Deshalb sind weder Seifenwasser noch Feuchttücher, und duften sie auch noch so hygienisch, hilfreich.

Auch die Abgeschlossenheit der Windel bietet das perfekte Pilzmilieu. Deswegen wird zu Recht zum nackten Po geraten. Auch ein aus anderen Gründen wunder Po, verursacht z.B. durch bestimmte Lebensmittel, begünstigt den Pilzbefall, da die natürliche Hautbarriere ja bereits gestört ist. Ein schwaches Immunsystem begünstigt selbstverständlich eine Pilzinfektion. Also heißt es mal wieder, auf eine gesunde Lebensführung der kleinen Hosenscheißer zu achten. Was auch sonst?


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