Tagesmütter, Tagesväter, Tagespflege
Ob durch Tagesmütter oder -väter, die Kindertagespflege gewinnt an Bedeutung. Sie soll sich allmählich zu einer der Betreuung in Tageseinrichtungen gleichrangigen Betreuungsform entwickeln.
Attraktiv ist sie allemal. Die Betreuung der Kinder in Kleinstgruppen mit fester Bezugsperson ist für viele Kinder ein Gewinn. Das liegt nahe. In der familienähnlichen Tagespflegesituation entstehen häufig innige Beziehungen. Für Eltern bietet der überschaubare Rahmen nicht selten große Einflussmöglichkeiten. Umso kleiner die Gruppe, umso leichter lassen sich Sonderwünsche und -bedürfnisse berücksichtigen. Flexible Arbeitszeiten sind in der Tagespflege nicht unüblich, sodass ein Betreuungsangebot entstehen kann, von dem Eltern von Krippenkindern nur träumen können.
Nun sind aber auch Tageseltern keine Marionetten. Sie haben ihre Grundsätze, Vorstellungen und Schwerpunkte. Und sie haben ihr Leben. Sie sollten nicht als Babysitter auf Abruf verstanden, sondern kennengelernt werden. Die passende Tagespflegeperson will gesucht werden.
Sie zu finden ist nicht immer leicht. Wie übersichtlich das Angebot der Tagespflege an einem Ort ist, ist abhängig von der Aktivität von Jugendamt, Vereinen oder Agenturen. Auch die finanziellen Standards in der Tagespflege unterscheiden sich nicht unerheblich zwischen einzelnen Kommunen.
Dabei ist zwischen öffentlich geförderter und rein privat finanzierter Tagespflege zu unterscheiden und abzuwägen. Bei ausschließlich privat finanzierter Betreuung liegen die Stundensätze zwischen 3,00 und 7,00 Euro. Auch Eltern mit sehr geringem Einkommen haben die Möglichkeit, auf Tageseltern zurückzugreifen. Wenn in diesen Fällen wirtschaftliche Jugendhilfe beantragt wird, trägt das Jugendamt die Kosten. In jedem Fall können Sie sich bei allen Fragen durch Jugendamt oder freie Träger (z. B. Tagesmütterverein) beraten lassen.
