Geburtsorte
Jeder kennt Geburten aus Film und Fernsehen. Sie sind unglaublich schnell, unglaublich schmerzhaft und ein unglaublich großer Teil von ihnen findet im Auto statt. Aber gerade die ewig gleichen Szenen, mit geplatzter Fruchtblase und unter stärksten Wehen stöhnend im Stau, können uns was lehren.
So eine Geburt dauert von der ersten Wehe an mehrere Stunden, bei Erstgebärenden durchschnittlich 13 Stunden, um die acht Stunden für Frauen, die bereits ein Kind geboren haben. Die Zeit im Auto ist davon mit Sicherheit gering. Aber sie kann ins Gewicht fallen. Viele Frauen, die auf sich konzentriert in der von ihnen gewählten Haltung und Bewegung so manche Wehe veratmen, leiden unter der gleichen Wehe auf dem Autorücksitz Qualen. Besser sie bleiben zu Hause.
Aber eine Hausgeburt ist nicht für jede Frau die beste Lösung. Wer nicht in den eigenen, vielleicht engen vier Wänden gebären will, kann sich für ein Geburtshaus entscheiden. In diesen eigens für Geburten eingerichteten Orten sollen Frauen die Möglichkeit finden, unter Hebammenbegleitung in ihrem Tempo und nach ihren Vorstellungen Mutter zu werden. Aber auch Krankenhäuser bemühen sich zunehmend darum, eine solche Atmosphäre zu schaffen. Und sie bieten durch die ärztliche Betreuung eine zusätzliche Sicherheit, die nötig ist für die Gesundheit einiger weniger Frauen und Kinder und für die Entspannung vieler. Es lohnt sich, sich mit unterschiedlichen Geburtsorten schon während der Schwangerschaft vertraut zu machen. Und auf die Entfernung zu achten.
