Hausgeburt

Was Hausgeburten so schön macht, ist die Wahrung der Selbstbestimmtheit der Frau. Die Geburt wird zurück in ihre Hände gelegt. Die Gebärende bekommt die Möglichkeit mit den Menschen ihrer Wahl, am Ort und in der Position ihrer Wahl und in ihrem eigenen Rhythmus zu gebären.

Möglich ist das nur bei Spontangeburten. Lageanomalien des Kindes schließen eine Hausgeburt ebenso aus wie Funktions- und Lageanomalien der Plazenta, in der Schwangerschaft diagnostizierte Schäden des Kindes ebenso wie Krankheiten der Mutter. Auch bei Risikogeburten wie Beckenendlage und Mehrlingsgeburten wird von einer Hausgeburt abgeraten.

Geburten ohne Risiko aber sind nach verschiedenen Statistiken, z.B. der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (quag), außerklinisch ebenso sicher wie klinisch. Andererseits werden aber bereits gut 10% der außerklinisch geplanten Geburten vor der Entbindung in eine Klinik verlegt. Nur in den seltensten Fällen ist jedoch eine Verlegung in Eile nötig. Trotzdem sollten Frauen auf einen alternativen Geburtsverlauf in einem Krankenhaus vorbereitet sein, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Überhaupt bedarf eine Hausgeburt einer besonderen Vorbereitung. Zunächst gilt es eine erfahrene Hebamme zu finden, mit der man das eigene Geburtserlebnis teilen möchte. Unterschiedliche Geburtsverläufe müssen durchdacht und Geburtsutensilien, wie Unterlagen, Handtücher etc. müssen zurecht gelegt. Vielleicht ist ein Geburtspool erwünscht und muss entsprechend gemietet werden. Auf den begleitenden Partner kommt mit Sicherheit mehr Arbeit zu als bei einer Klinikgeburt. Entsprechend sollte er in die Planungen und auch in die Entscheidung mit einbezogen werden. Am Ende ist auch eine Hausgeburt nicht vorhersehbar. Aber gerade der Wunsch nach einer Geburt, die nur gesteuert ist von Mutter, Kind und Natur, ist es ja, der Frauen zur Hausgeburt bewegt.


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