Tragesäcke
Tragesäcke und Tragesitze funktionieren vergleichbar und werden deshalb nicht immer klar voneinander abgegrenzt. Beide müssen zwar auf die Größe von Tragendem und Kind eingestellt, nicht aber wie Tragetücher gebunden werden. Ihre Handhabung ist entsprechend relativ einfach. Anders als Tragesitze sind Tragesäcke allerdings aufgeteilt in einen Innen- und Außentragesack. Gemeinsam garantieren die beiden Säcke wie jede gute Tragehilfe die richtige Trageposition für das Kind. Außerdem schützt der Außensack vor Kälte und Wind. Ein Schutz, der zugegebenermaßen nicht in jeder Tragesituation von Nöten ist und flexibler durch entsprechende Kleidung oder Tragehilfenzubehör möglich ist. So gesehen bringt der Sack nicht unbedingt störenden, aber unnötig viel Stoff zwischen Tragende und Kinder.
Andererseits lässt sich der Tragesack mit Kind gerade durch den Rundumhalt der abgeschlossenen Säcke im Gegensatz zum Tragetuch und einigen Tragesitzen wie ein Rucksack und deshalb ohne weitere Schwierigkeiten aufsetzen. So ermöglichen viele Tragesäcke das bequeme Tragen auf Rücken und Bauch, wenn auch nicht auf der Seite. Auch in ihrer Verwendungsdauer bieten Tragesäcke Flexibilität. So lassen sich mit vielen, den Anbietern nach, Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren tragen. Allerdings sollte hier ein Blick auf die Breite der Schulter- und Hüftgurte geworfen werden, um eine Ahnung zu erhalten, wie angenehm das Tragen eines 12-Kilo-Kindes mit dem jeweiligen Produkt tatsächlich ist.
Während das Angebot an Tragesitzen vielfältig ist, sind im Bereich der Tagesäcke die Marken Weego und Glückskäfer marktbestimmend. An deren Preise ist angesichts eines regen second-hand-Marktes trotzdem niemand gebunden.
