Kindersichere Küche

Die meisten Verletzungen habe ich mir in meiner Küche zugezogen. Ich habe mich an Messern und den Scherben meiner Lieblingskanne geschnitten, habe mich an dem Dampf aus dem Wasserkocher verbrüht und am Backofen zahlreiche Male verbrannt. Von meinem alten Mixer habe ich mir einen Stromschlag geben lassen. Ich habe mich an offenen Schranktüren gestoßen und mir Pfannen auf den Fuß fallen lassen. Ich habe mich nicht gerade geschickt angestellt, zugegeben. Dabei sollte ich die Gefahren kennen und einschätzen können. Immerhin habe ich niemals giftige Reinigungsmittel getrunken.

Wo ich mich so gekonnt verletzen kann, müsste meinen Kindern doch mindestens Lebensgefahr drohen. Allerdings erwartet ja niemand von ihnen Drei-Gänge-Menüs für sechs Personen in 60 Minuten. Eigentlich könnten sie ganz entspannt auf ihren Hochstühlen sitzen und gegebenenfalls meine Wunden pusten. Aber undankbar, wie Kinder nun einmal sind, schreien sie: Langeweile!, bis ich ihnen glaube. Meine Tochter lasse ich Kartoffeln mit dem Sparschäler schälen und mein Sohn darf die Kartoffeln in einen Topf kaltes Wasser plumpsen lassen, dass es spritzt.

Und falls sie trotzdem auf dumme Gedanken kommen, was sie natürlich nur selten tun und das hinter meinem Rücken, den ich ihnen natürlich nur selten zukehre, dann ist meine Küche mittlerweile gesichert. Ich benutze, wenn möglich (also nicht bei Drei-Gänge-Menüs), nur die hinteren Herdplatten und drehe Pfannenstiele immer nach hinten und habe ein Herdschutzgitter vor die Herdplatten und einen Hitzeschutz vor die Backofentür montiert. Die möglichst wenig giftigen Reinigungsmittel mit ihren kindersicheren Deckeln habe ich in Schränken mit Türsperren verstaut, die Messer liegen in ebenfalls gesperrten Schubladen. Elektrogeraäte lasse ich nicht in der Nähe von Wasser stehen und ziehe grundsätzlich nach Gebrauch den Stecker. Der Wasserkocher und sein Kabel ist für meine Kinder schlicht unerreichbar. Und der stromschlagende Mixer ist längst entsorgt. So kommt auch mir meine sichere Küche zu Gute. Und vorbildlich fühle ich mich statt tollpatschig.

Sicherheitsartikel für die Küche

  • Tür- und Schubladensperren
  • für Putzmittelschränke und Schubladen mit Messern und anderen gefährlichen Küchenutensilien
  • Backofentür-Hitzeschutz
  • Einige Backofentüren erhitzen sich stark. Hier können Metallschutzgitter vor die Tür geklebt oder geschraubt werden.
  • Backofentür-Sicherung
  • Der Kunststoffriegel verhindert, dass das Kind die Backofentür öffnen kann.
  • Herdknopf-Abdeckungen
  • Auf die einzelnen Schalter werden Abdeckungen gesteckt, so dass der Herd nicht mehr von Kinderhand angeschaltet werden kann.
  • Herdschutzgitter
  • Herdschutzgitter verhindern, dass das Kind sich an heißen Herdplatten verbrennt oder Töpfe und Pfannen herunter ziehet. Sie werden an der Vorderseite des Herdes verschraubt. Manche Produkte lassen sich nach dem Kochen herunter klappen und verhindern so, dass das Kind die Herdschalter bedient.

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