Einschlafrituale

So richtig gerne gehen nur wenige Kinder ins Bett. Einschlafrituale helfen da, das Zubettgehen zu versüßen. Sie begleiten das Kind in den Schlaf und lassen den Übergang von Tag und Nacht weniger abrupt wirken. Nach einem aktiven Tagesablauf, an der frischen Luft, mit viel Bewegung und spielerischen Herausforderungen ist jedes Kind bereits bestens vorbereitet auf das Einschlafen, sprich es ist müde und erschöpft.

Allabendliche Rituale beginnen dann nicht erst im Bett. Bereits mit einer ruhigen Spielphase kann der Abend eingeläutet werden und setzt sich beim gemeinsamen Abendbrot fort, dem Waschen, Bürsten, Zähneputzen im Anschluss und endet schließlich zur immer gleichen Zeit im immergleichen Bett. So viel Immergleich klingt doch schon ermüdend und für Elternohren ist spätestens am 27. Abend in Folge auch die allerschönste Gutenachtgeschichte schlicht langweilig. Aber Kinder genießen verlässliche Strukturen. Sie beruhigen und geben Sicherheit. Das muss nicht immer dasselbe Gutenachtlied sein und auch nicht immer dieselbe Geschichte, aber so ungefähr dann doch.

Deswegen ist die Spazierfahrt im Auto nicht die geschickteste Lösung bei Einschlafproblemen. Und was als „ausnahmsweise, aber das ist dann die letzte“ beginnt, kann in abendlichen Geschichtenmarathons enden. Schön, wenn immer Zeit und Muße dafür bestehen, eher kontraproduktiv, wenn nicht. Ansonsten ist nicht viel zu beachten. Ruhig sollten Einschlafrituale halt sein und schön. Da kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden und der Abend zum Herzstück des Familienlebens wachsen.


Laufgitter.de  Impressum  Kontakt  Sitemap