Kickebu, ein Kinderspiel

Sehnsüchtig warten Eltern darauf, endlich mit ihren Kindern spielen zu können. "Etwas mit ihnen anfangen zu können." Nicht nur wickeln, streicheln, tragen, stillen. Dann ist es so weit. Das Baby ist bereit zu mehr Interaktion. Und die Eltern stolz. Mit sechs Monaten lieben Babys kleine Spielrituale. Diese sollten kurz, klar und vorhersehbar sein. Kickebu! Kickebu! Das Kind lacht. Die Eltern lachen! Alle lachen.

Spielen ist entwicklungsfördernd. Grund für das Spielen ist gerade auch der Austauschprozess zwischen Kind und Umwelt. Aus seinen ersten Sozialspielen entwickelt der Säugling ein grundlegendes "soziales Wissen". Dabei wendet sich der halbjährige Säugling entweder einem Gegenstand oder einer Person zu. Kickebu! Kickebu! Der Spielrahmen ist begrenzt. Erst mit neun Monaten lässt sich die Aufmerksamkeit des Babys verlässlich lenken. Bis dahin sind viele Spielwiederholungen nötig, um dem Kind Sicherheit in seiner Spielumwelt zu schenken.

Kickebu! Kickebu! Und immer wieder: Kickebu. Kinder können gar nicht genug bekommen. Aber Eltern dann doch. Die Euphorie lässt nach. Und eine neue Sehnsucht formt sich. Ach, wenn das Kind doch erst einmal häufiger alleine spielen würde.


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