Erstes Babyspielzeug
Frustrierend viel wird schon bei Kleinstkindern über Frühförderung gesprochen. Da wird das Kind im Mutterleib mit klassischer Musik beschallt, während die Schwangere sich die Ohren zuhält und eine Krabbelgruppe wird zum Fremdsprachenunterricht. Und dann das Spielzeug. Geworben wird für Spielzeug damit, dass es schult, trainiert, entwicklungsfördernd und immer pädagogisch wertvoll ist. Quietschebunte Platikschiebeautos werden als Lernflitzer angepriesen und Kinder können bei ihrem Elektroungetüm zwischen den Spielmodi Lernen und Musik wählen.
Nun ist Spielen entwicklungsfördernd. Spielerisch machen sich kleine Menschen mit sich und ihrer Umwelt vertraut. Schon kleinste Babys brauchen Beschäftigung und Anregung. Aber nicht durch immer dudelnde Plastikungeheuer, sondern durch Vaters Gesicht und Stimme. Elternkontakt ist in den ersten Lebensmonaten die Entwicklungsförderung schlechthin. Also tragen wir, wiegen, streicheln und küssen. Wenn Babys dann Gegenstände zu halten beginnen, wird es Zeit ihnen etwas in die Hand zu geben. Vielleicht aus unterschiedlichen Materialien, vielleicht in unterschiedlichen Farben, vielleicht einen Rührlöffel oder ein wunderschönes Kuscheltier, das die Eltern immer schon haben wollten. Die Sinne soll es anregen, zum Fühlen und Schmecken einladen. Immer muss es aber kindersicher sein. Also schadstofffrei, nicht zu groß und schwer, nicht verschluckbar klein, nicht zerbrechlich und nicht färbend. Und Freude sollte es bereiten.
